Abschiedstour durch den Wahlkreis mit meinem Stipendiaten Valeh Rajabov!

Abschiedstour durch den Wahlkreis mit meinem Stipendiaten Valeh Rajabov!

Zum Abschluss seines Praktikums in meinem Bundestagsbüro in Berlin hat mich mein Stipendiat Valeh Rajabov aus Aserbaidschan im Wahlkreis besucht. Herzlichen Dank für die interessanten Gespräche und alles Beste für deine Zukunft, lieber Valeh!
Hier schildert Valeh seine Eindrücke:

„Mein zweimonatiges Praktikum im Bundestagsbüro von Herrn Altenkamp geht langsam zu Ende, und ich möchte gerne meine Eindrücke von der Zeit in Berlin und von meinem kürzlichen Besuch im Wahlkreis – dem herrlichen Main-Taunus-Keis – mit Ihnen teilen.

Der Höhepunkt meines Praktikums war definitiv der Besuch im Wahlkreis. Meine zweitägige Tour begann in Bad Soden. Schon bei meiner Ankunft war ich angenehm überrascht, als Herr Altenkamp mich persönlich mit seinem Hund auf dem Bahnsteig traf.

Europafest in Wiesbaden

Nach einer kurzen Pause ging es weiter nach Wiesbaden, wo mittags das Europafest der Hessischen Landesregierung stattfand.

Beim Europafest in Wiesbaden

Rundgang und Weinfest in Bad Soden

Am Nachmittag zeigte mir Herr Altenkamp trotz des regnerischen Wetters die Sehenswürdigkeiten von Bad Soden und erzählte mir von der reichen Geschichte und den prägenden Persönlichkeiten seiner Stadt. Wer könnte darüber besser informieren als der ehemalige Bürgermeister! Wenn man Bad Soden zum ersten Mal besucht, fällt einem sofort die atemberaubende Natur ins Auge – die Stadt ist umgeben von einem herrlichen Wald und unzähligen Heilquellen. Die Stadt hat auch ein bürgerliches Flair, was sich in der Erhabenheit der Gebäude, der Sauberkeit der Straßen und einem ruhigen Rhythmus zeigt.

Die Stadtrunde mit Herrn Altenkamp war wie ein Spaziergang mit einem Popstar: Von Jung bis Alt begrüßten ihn die Bewohner der Stadt und führten einen Smalltalk. Für mich war es auch eine wertvolle Erfahrung, die tägliche Kommunikation zwischen einem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten und den lokalen Bürgern mitzuerleben.

Am selben Abend besuchten wir das Weinfest in Bad Soden, bei dem ich die Weine lokaler Winzer degustieren und viele schöne Gespräche genießen konnte. Ich war beeindruckt von der hohen Qualität des Weins sowie von der Geselligkeit und Gastfreundschaft der Bad Sodener.

Mich hat besonders gefreut, dass sich die Leute dafür interessiert haben, wie mein Praktikum lief, und welche Eindrücke ich von der Region Main-Taunus hatte. Ich fand es auch toll, dass sie sich für das Land, aus dem ich komme, für seine Geschichte und Kultur interessiert haben. Generell habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Menschen hier offen gegenüber Fremden sind und schnell Kontakte knüpfen.

Treffen mit amerikanischen Gästen

Ich hatte das Glück, dass während meines Aufenthalts eine Delegation der amerikanischen Stadt Franklin/Tennessee unter Leitung von Bürgermeister Dr. Ken Moore Bad Soden besuchte, da zwischen den Städten eine Partnerschaft besteht. Durch Gespräche mit der Delegation lernte ich die Besonderheiten der amerikanisch-deutschen Beziehungen kennen, die für Hessen prägend sind.

Dr. Ken Moore, Bürgermeister von Franklin/Tennessee, der Partnerstadt Bad Sodens

Rundfahrt bis zum Hardtberg-Turm

Am nächsten Tag brachte mich Herr Altenkamp nach Königstein, wo wir den Hardtbergturm bestiegen. Von dort aus konnten wir die wunderschöne Aussicht auf die ganze Region genießen.

Gespräche in der CDU-Kreisgeschäftsstelle

Danach machten wir uns auf den Weg zur Kreisgeschäftsstelle der CDU in Hofheim, wo ich die Mitarbeiterinnen kennenlernte und viel über die Arbeit in der Kommunalpolitik erfuhr.

Die Zeit im Main-Taunus verging so schnell, dass ich es gar nicht bemerkte. Voller schöner Eindrücke kehrte ich nach Berlin zurück.

Ein letztes Treffen im Bundestagsbüro

Im Bundestagsbüro in Berlin habe ich in den letzten beiden Monaten sehr viel über den umfangreichen Arbeitsalltag eines Abgeordneten erfahren.

Der Wochenablauf eines Praktikanten variiert ebenso wie der eines Abgeordneten je nach den Terminen von Sitzungen im Deutschen Bundestag. In den sogenannten Sitzungswochen ist ziemlich viel los:

Montags nahm ich, genau wie der Rest des Teams, an Meetings mit Herrn Altenkamp teil, wo die geplanten Veranstaltungen und relevanten Themen besprochen wurden. Auf die anstehenden Termine musste ich mich außerdem inhaltlich vorbereiten.

Die Arbeitsgruppen- und Ausschuss-Sitzungen finden jeweils dienstags und mittwochs statt. Zu den Inhalten habe ich oft einen kurzen Vermerk oder ein Memo verfasst.

Ich nahm außerdem an einer Reihe parlamentarischer Veranstaltungen teil, unter denen ich besonders diese hervorheben möchte: ein Treffen mit einem UNESCO-Vertreter, bei dem die humanitäre Lage in Gaza und der Ukraine besprochen wurde,

und eine Diskussion mit jungen YouTube-Influencern, die zu einer Sitzung des Forschungsausschusses zum Thema Wissenschaftskommunikation eingeladen waren.

Besonders spannend fand ich die Sitzungen des Arbeitskreises Afrika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bei denen aktuelle Herausforderungen für die deutsche Außenpolitik auf dem schwarzen Kontinent diskutiert wurden.

Wie geht es für mich weiter?

Ich werde jetzt meine Masterarbeit in Politik­wissenschaft an der FU Berlin abschließen. Und ab nächste Woche mache ich ein sechsmonatiges Praktikum im Berliner Büro der GIZ. Dort werde ich an der Auswertung eines GIZ-Projekts zur Stärkung der klimapolitischen Kompetenzen in verschiedenen Ländern vom Weltbalkan bis zum Kaukasus mitarbeiten. Danach sehe ich weiter.

Herzlichen Dank!

Herzlichen Dank an Herrn Altenkamp und sein Team für die tolle Unterstützung! Ich habe sehr viel gelernt und möchte diese Zeit nicht missen. Deshalb sage ich jetzt auch nicht au revoir, sondern bis später!