St. Angela-Schülerinnen und GermanZero appellieren dringend für mehr Klimaschutz!

Mehr Klimaschutz – mehr Gleichberechtigung – mehr Digitalisierung:
St. Angela-Schülerinnen haben viele Wünsche an die Politik!

Tolle Diskussion: Ich bin noch immer ganz begeistert von dem sehr engagierten und fundierten Austausch mit den St. Angela-Schülerinnen der 8. Klasse am letzten Freitag in Königstein. Sie haben die Gelegenheit genutzt und mir viele Wünsche an die Politik mit auf den Weg nach Berlin gegeben.

Ihr dringendster Appell: Mehr Klimaschutz, damit wir alle eine gute Zukunft haben. Sie fordern mehr Erneuerbare Energien, neue Lösungen durch neue Technologien und wollen, dass die Politiker stärker auf die Wissenschaft hören, damit sie schneller faktenbasierte Zukunftsentscheidungen treffen können.

Die Schülerinnen denken umfassend und global, und das nicht nur beim Klimaschutz. Sie wünschen sich mehr internationale Zusammenarbeit, eine starke Wirtschaft, mehr Unabhängigkeit von Deutschland und Europa von den Großmächten – und digitalere Behörden, damit wir auch beim Kampf gegen Pandemien wie Corona künftig schneller erfolgreich sind.

Ein weiteres Thema, das die Schülerinnen der Mädchenschule sehr bewegt: Sie fordern mehr echte Gleichberechtigung für Frauen – von gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit bis zu mehr weiblichen Chefs in DAX-Konzernen – aber auch insgesamt gleiche Chancen für alle in unserer Gesellschaft.

Ich stimme den Schülerinnen voll und ganz zu: Die Politik muss besonders beim Klimaschutz, bei der Gleichberechtigung und bei der Digitalisierung mehr tun und die Dinge schneller voranbringen. Genau dafür werde ich mich in Berlin weiter einsetzen.

Als Dankeschön für die Diskussion gab’s ein leckeres Glas Honig von der Imker-AGauch ich danke den Schülerinnen und ihrer Lehrerin Andrea Dembach sehr herzlich für ihr Engagement und die tolle Vorbereitung!

 

Diskussion mit GermanZero: Sportlicher Fahrplan zum 1,5%-Ziel

Auch bei meiner – in diesem Fall virtuellen – Diskussion mit Mitgliedern der Lokalgruppe Rhein-Main der Klimaschutzorganisation GermanZero stand der Klimaschutz im Mittelpunkt. Seit unserem ersten Gespräch im Februar hat GermanZero einen sehr ambitionierten Fahrplan mit über 200 Maßnahmen für alle Sektoren entwickelt, die dabei helfen sollen, dass wir schon bis 2035 klimaneutral werden – 10 Jahre früher als von der Bundesregierung geplant.

Ulla Boesing (Foto), Martha Geiger und Michael Krtsch haben mir diesen Fahrplan vorgestellt. Danach soll u.a. auch die gesamte Industrie auf der Basis von Erneuerbaren Energien dekarbonisiert und die Kreislaufwirtschaft angekurbelt werden.

Die Politik soll neben den großen auch kleinere Hebel in Bewegung setzen, um alle Möglichkeiten für mehr Umwelt-und Klimaschutz besser auszuschöpfen – zum Beispiel durch den Ausbau des ÖPNV, durch Solaranlagen auf den Dächern von Neubauten, durch die Förderung von E-Autos als Dienstwagen, durch Energiegenossenschaften in den Kommunen.

Das sind nicht unbedingt neue Überlegungen, aber das vorgegebene Tempo ist mehr als sportlich. Können wir bei diesem Tempo wirklich alle Menschen mitnehmen? Denn das ist aus meiner Sicht  eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg.

Auch die Menschen selbst sind gefordert, umzudenken, damit wir unsere Ausbauziele zum Beispiel bei der Windenergie schaffen. Denn allzu oft scheitern Energiewendeprojekte weniger am politischen Willen, sondern auch an Anwohnerinnen und Anwohnern, die Windräder oder Strommasten vor ihrer Haustür verhindern wollen.

Es liegt noch ein schwieriger Weg vor uns, auf dem wir alle zusammenarbeiten müssen – vielen Dank für die Diskussion und die Anregungen!