Einsatzort Bundestag

Bericht von Brid Johnen aus Schwalbach
über ihr Praktikum in meinem Bundestagsbüro
vom 5. bis 30. November 2018

 

Entdeckungsreise in eine fremde Welt

Die fremde Welt des Bundestags entdecken – das war der Anspruch, mit dem ich mein Praktikum im Büro von Norbert Altenkamp begann. Vier Wochen später blicke ich auf eine aufregende Zeit zurück, für die ich mich herzlich bedanke. Meine Erlebnisse und neuen Erkenntnisse möchte ich in vier Punkten zusammenfassen:

 

  • Vorurteile und Realität Wenn ich an den Bundestag dachte, hatte ich aus den Medien den runden Plenarsaal und die „Regierungskrise“ im Kopf. Dieses Bild habe ich schnell revidiert. So beginnt die eigentliche Auseinandersetzung nicht erst im Plenum, sondern bereits weitaus früher – nämlich in den Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen, wo sehr differenziert und sachbezogen gearbeitet wird.
    Es hat mich gefreut zu sehen, dass es der großen Mehrheit der Abgeordneten um den konkreten Nutzen ihrer Arbeit geht, und nicht um die nächste Schlagzeile.

 

  • Die Veranstaltungen Wer aber denkt, die Abgeordneten säßen den ganzen Tag im Plenarsaal und in Arbeitsgruppen, der irrt. Stattdessen kommt zu den klassischen Debatten eine Vielzahl von externen Terminen. Diese waren für mich besonders interessant, denn meist sind dort Vertreter von Industriebranchen, Wissenschaftsorganisationen und NGOs anwesend.
    Sehr beeindruckt hat mich zum Beispiel ein Termin der Welthungerhilfe, bei der deutsche und
    afrikanische Vertreter gemeinsam Lösungsansätze diskutiert haben.

 

  • Die Diskussionen Die Auseinandersetzung mit Bürgeranfragen, insbesondere zum UN-Migrationspakt, hat mich sehr beschäftigt. So war die Diskussion der unterschiedlichsten Themen, zum Beispiel auch auf einer Informationsveranstaltung zur CO2-Steuer, der spannendste Teil meiner Arbeit. Dabei hat mich gereizt, meine eigene Meinung ständig neu hinterfragen zu müssen. Genauso wichtig war es aber auch, andere und kontroverse Meinungen aushalten zu können.

 

  • Das Highlight Ein beeindruckendes Erlebnis war für mich der Besuch der Gedenkveranstaltung zum 9. November gleich am Anfang meines Praktikums. Das erste Mal in den großen Saal zu blicken und alle aus den Medien bekannten Gesichter zu sehen, hat mich nachhaltig beeindruckt. Auch jeden Morgen mit eigenem Hausausweis die Eingangskontrolle zu passieren, den Aufzug mit Lindner, Gauland und Co. zu teilen und durch die imposanten Gebäude zu laufen, war ein tolles Gefühl.